| Fehler im Beitrag? Beitrag aktualisieren? | ||
| | ||
| Farbe | ||
| (erstellt am: 10.09.2008 - letzte Änderung:16.09.2008 - aufgerufen: 486 Mal) | ||
| Innerhalb eines Oberbegriffes Farbe (Farbigkeit) ist Farbe auch Ausdruck für die Unterscheidungskriterien dieser Qualität. Gras hat die Farbe grün, Blut hat die Farbe rot, das U-Boot (welches die Beatles besangen) hat die Farbe yellow. Klares Glas ist farblos (ohne eigene Farbe). Diese Wahrnehmung einer Qualität eines visuellen Eindruckes entsteht vor der Benennung durch Worte. Worte beschreiben Eindrücke: Blau, Tiefblau, Blassblau, Rotblau. Farbunterschiede kann man benennen und so kann man Wahrnehmungen austauschen. Neben dem Zeigen von materiellen Proben kann man deshalb auch durch Worte von und über Farben reden (sog. zweites Signalsystem). Dem liegt die konventionelle Übereinkunft zugrunde, von Generationen geprägt und in der Kindheit erlernt. Bei verschiedenen Menschen kann die individuelle Wahrnehmung (objektiv) gleich benannter Farben durchaus unterschiedlich sein. Diese Individualitäten gehen bis zum teilweisen oder vollständigen Ausfall von Rezeptoren, bis zur Farbenfehlsichtigkeit. Farbnamen dienen zum gemeinsamen Verständnis über die Umwelt. Hinzu kommen weitere nichtverbale Konventionen: Rot ist an der Ampel oben, dies gilt auch für Rot-Grün-Blinde. Darüber beeinflussen die Farbwirkung und den Eindruck auch Farbstimmungen, die zeitliche und räumliche Vorwirkung, individuelle Erfahrung und Training der Wahrnehmung. Die Wahrnehmung von Farben wirkt psychologisch auf zweierlei Art: * Farbe ruft Assoziationen hervor, also Vorstellungen, meistens Erinnerungen, an Dinge wie Feuer=Rot, Gras=Grün, Zitrone=Gelb. Weitere Beispiele finden sich in der Tabelle. * Farbe ruft Gefühle (Farbgefühl, Gefühlston, Anmutungsqualität, Gefühlscharakter) hervor. Dies kommen zum Ausdruck, wenn man Substantive in Eigenschaftswörter verwandelt oder von vornherein Eigenschaftswörter verwendet, die am ehesten Gefühle auszudrücken vermögen, Rot=gefährlich, Grün=giftig, Gelb=frisch. Farbe kann dabei auf der Gefühlsebene vergangene Erfahrungen aktivieren. Spektralfarbe ist jener Eindruck der durch den Reiz eines Ausschnitts des sichtbaren Spektrums entsteht. Eine geeignete Methode hierfür ist die Zerlegung weißen Lichts durch ein Prisma oder ein Streugitter. Die Intensität und auch der Eindruck der Spektralfarbe ist von der Breite des Wellenlängenintervalls abhängig, also auch die Reinheit der Spektralfarbe. Andererseits repräsentieren die einzelnen Wellenlängen des Spektrums im sichtbaren Licht nur einen kleinen Teil möglicher Farben. Zu bemerken ist: Im Regenbogen sind zwar die Spektralfarben, aber nicht deren Mischungen zu sehen. Besonders Farben der „Purpurlinie“ zwischen Violett und Rot können nicht als Spektralfarbe auftreten. Mischfarben sind alle Farben, die durch Farbmischung entstehen, gleichgültig ob dies durch Mischung von Strahlen (Bildschirm) oder beleuchtete reflektierende Flächen (Druckerzeugnisse). Bestimmte Mischfarben können dem menschlichen Auge durch Metamerie als identisch erscheinen, obwohl die Intensität des reizenden Lichtes an verschiedenen Stellen der Wellenlängenskala ungleich ist. Dieser Effekt ist wiederum von der Beleuchtungsquelle abhäng. Informationen zur Ausbildung im Auralesen finden Sie unter Ausbildung | ||
| Esoterik | | |