| Fehler im Beitrag? Beitrag aktualisieren? | ||
| | ||
| Yoga | ||
| (erstellt am: 21.09.2008 - letzte Änderung:21.09.2008 - aufgerufen: 812 Mal) | ||
| Was ist Yoga? In den fast 5000 Jahre alten Büchern der Vedas wurde Yoga im Zusammenhang mit Ayurveda zum ersten Mal erwähnt. Yoga wurde entwickelt um die Gesundheit zu fördern und die mentale Disziplin zu schulen. Yoga ist eigentlich weniger ein Bewegungstraining, sondern vielmehr eine Philosophie. Die jahrtausendealte, indische Lehre soll auf drei Ebenen wirken: Körper, Geist und Seele. Wichtig sind Atem- und Meditationsübungen sowie Körperübungen, die sogenannten Asanas. Diese sind Elementen aus der Natur nachempfunden, beispielsweise dem Hund, Baum, der Kobra oder dem Berg. Ziel ist es, körperliche und seelische Verspannungen zu lösen und so zu Ruhe, innerer Kraft, Gelassenheit und geistiger wie körperlicher Gesundheit zu finden. Der Yogalehre zufolge ist das körperliche Befinden ein Spiegel des seelischen - und umgekehrt. Somit lassen sich über geistige Übungen körperliche Symptome beeinflussen, während Körperübungen die seelische Ausgeglichenheit fördern können. Geschichte... Bereits die älteren Upanishaden ca. 700 v. Chr. beschreiben Atemübungen und das Zurückziehen der Sinne (Pratyahara) in den Atman als Hilfsmittel der Meditation (Dhyana). Die mittleren Upanishaden, die um 400 v. Chr. entstanden, erwähnen mehrfach den Begriff Yoga und auch die wesentlichen Elemente des späteren Yoga-Systems. Der Yoga stand hierbei in enger Verbindung mit den Theorien, wie sie das philosophische System des Sankhya entwickelte und bildete seine praktische Weiterführung. Im Mahabharata um ca 300 v. Chr. nimmt der Yoga bereits einen bedeutenden Platz ein und wird als praktisches Gegenstück zum theoretischen Sânkhya erwähnt. Während im Mahabharata und in den älteren Puranas Kapila und andere als Begründer des Yogas genannt werden, erscheint an dieser Stelle in jüngeren Puranas Patanjali. Es darf jedoch angenommen werden, dass Patanjali die überlieferten Yoga-Lehren im 2. oder 4. Jahrhundert v. Chr. zusammenfasste. Die 4 Yogawege... * Raja Yoga nennen sich die meditativ orientierten Stufen des Achtgliedrigen Yoga nach Patanjali (auch Ashtanga Yoga genannt: 'Ashta' = acht, 'Anga' = Teile). * Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis, intellektuelle Richtung) * Karma Yoga (Yoga der Tat, des selbstlosen Handelns) * Bhakti Yoga (Yoga der Verehrung/Hingabe an Gott bzw. eine Ishta devata) Ursprünglich ist Yoga ein rein spiritueller Weg, und es geht vor allem um Erleuchtung durch Meditation. Die vielen Asanas entstanden erst im Laufe der Zeit. Ihr vorrangiges Ziel ist, den Körper so zu kräftigen und zu mobilisieren, dass er möglichst beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum im Meditationssitz - z. B. Lotossitz - verweilen kann. Mit der Zeit erkannte man immer mehr die positive Wirkung der körperlichen Übungen auf das gesamte Wohlbefinden des Menschen. Die Asanas wurden weiter entwickelt und die körperliche Betätigung im Yoga bekommt in unserer Zeit einen immer höheren Stellenwert. Einen ersten Niederschlag findet diese Entwicklung in der Entstehung des Hatha Yoga. Die „Hatha Yoga Pradipika“, ein Text aus dem 15. Jahrhundert, legt die Techniken dar, die den Körper, als effektives Mittel zum Erreichen der existentiellen und spirituellen Ziele des Yoga, einbeziehen. Der dort genannte Raja Yoga ist eine auf dem Hatha Yoga fußende Yogalehre, die spirituelle Ziele betont. Verkrampfungen... Menschen mit Rückenschmerzen kann Yoga auf verschiedene Weise helfen: Muskeltraining stärkt die Rumpfmuskulatur. Dehnungsübungen entkrampfen die häufig verspannte Schulterpartie und andere Muskeln, die durch den Schmerz verkrampft sind. Schmerzen... Außerdem profitieren Schmerzpatienten von Meditations-, Atem- und Entspannungsübungen beim Yoga. So lässt sich der Teufelskreis von Schmerz, Verkrampfung und zunehmendem Leiden aufbrechen. Ihre Vorbereitung... Probieren Sie sich in verschiedenen Yoga-Kursen. Wichtig: Ihr Yoga-Instructor muss Ihnen sympathisch und angenehm sein. Gleiches gilt für die Gruppe der anderen Teilnehmer. Prüfen Sie die Qualifikationen: Seriöse Anbieter geben offen Auskunft über die Ausbildung der Yogi. Vorsicht bei selbst ernannten Gurus! Essen Sie vor dem Kurs etwas Leichtes und trinken Sie einen Tee oder stilles Wasser. Das belastet nicht. Gehen Sie pünktlich zum Training, damit Sie gleich in den Yoga-Flow finden und genügend aufgewärmt sind für die Übungen. Alles, was Sie anfangs benötigen ist: Lockere Kleidung. Eine Yoga-Matte erhalten Sie leihweise in jedem Kurs. Auswirkungen in der Praxis... Die positiven Auswirkungen einer regelmässigen Yoga Praxis sind weitreichend: Von Stressabbau über Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Haltung, Kräftigung des Rückens bis zur Stärkung des Immunsystems und des Selbstwertgefühls. | ||
| Yin & Yang | | |